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03/31/16

Anleihen, Gold und Geld im I. Weltkrieg

Wie vor einhundert Jahren aus angepriesenen sicheren Geldanlagen

herbe Enttäuschungen wurden.

 

Die deutsche Kriegsanleihe muss Zeugnis ablegen von der Siegeszuversicht und der ungebrochenen Widerstandskraft des deutschen Volkes. Deshalb: Auf zum Sieg.

5%tige Deutsche Kriegsanleihe,

unkündbar bis 1924.

4½%tige Deutsche Reichsschatzanweisung.

Die Beteiligung an den Kriegsanleihen ist eine Ehrenpflicht, da das Geld dazu dient, die Fortführung des Krieges bis zum siegreichen Ende zu ermöglichen, schreibt der Vilsbiburger Anzeiger 1914.

Der Krieg kostete Unmengen von Geld. Jegliches Gold wurde eingezogen aber gut bezahlt. Mit diesem Geld wurde nun versucht, den Leuten „an der Heimatfront“ in einer hochverzinslichen Anleihe, patriotischer Verbundenheit mit Reich und den kämpfenden Soldaten, ihr Geld hochverzinslich und langfristig anzulegen.

„Zeichnet Kriegsanleihe“ schreibt der Anzeiger. „Die Waffen aus Stahl und die silbernen Kugeln haben das Ihre getan dem Wahn der Feinde, dass Deutschland vernichtet werden könne, ein Ende zu bereiten. Die letzte Hoffnung der Feinde ist, dass die glauben, die Finanzen der Deutschen halten nicht mehr lange“.

Bis zum 1. Oktober 1924 kann bei der Reichsanleihe der Staat den Zinsfuß von 5% nicht verändern. Die Inhaber können über die Schuldverschreibung jederzeit verfügen. Die Anleger erhalten einen Zeichnungsschein.

Vor einhundert Jahren wurde das Ersparte mit jeglicher Raffinesse eingefordert. Hochverzinsliche Anleihen wurden zur Kriegsführung von der Reichsbank ausgegeben. Und nicht nur eine Anleihe, sondern gleich neun, durch vier Jahre Krieg hindurch von 1914 bis 1918.

Peter Käser

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