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11/25/15

Ai Weiwei Mahner für Menschenrechte

Konzeptkünstler Richard Hillinger stellt Bronzefigur im Heimatmuseum aus

 

Vilsbiburg. In wenigen Tagen jährt sich die von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 verkündete Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Die UN-Menschenrechtscharta besteht aus 30 Artikeln. Diese enthalten grundlegende Ansichten über die Rechte, die jedem Menschen zustehen, „ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.“ und unabhängig davon, in welchem rechtlichen Verhältnis er zu dem Land steht, in dem er sich aufhält. Allerdings ist die Entschließung keine verbindliche Vorschrift des Völkerrechts sondern eher mit einer Resolution vergleichbar. Daher bleibe es eine ständige Aufgabe, die Menschenrechte weltweit immer wieder neu einzufordern.

Nach Ansicht des Landshuter Konzeptkünstlers Richard Hillinger stehe für diesen Kampf wie kaum ein Zweiter sein chinesischer Kollege Ai Weiwei. Wegen seines politischen und gesellschaftlichen Engagements sehe sich dieser regelmäßig Repressalien durch Behörden und Polizei ausgesetzt.  Daher hat Hillinger die Bronzeskulptur “Ai Weiwei 81” geschaffen. Sie repräsentiere die Freiheit der Kunst und sei bereits im Zusammenhang mit unterschiedlichen Ausstellungen gezeigt worden, beispielsweise im Historischem Museum Speyer, der Heinrich Böll-Stiftung in Brüssel und dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe gezeigt. Von ihrer letzten Station dem Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg sei die Skulptur direkt von zum Vilsbiburger Bürgermeister Helmut Haider gekommen. Er konnte sich für die Idee begeistern, die Plastik für einige Zeit im Kröninger Hafnermuseum auszustellen. Nach Ansicht von Richard Hillinger spiegelt nämlich die Kröninger Hafnerordnung von 1428 mit den Bestimmungen für Aufnahmebedingungen, Lehrgeld, Lehrzeit, Abgaben und Produktion dieser Zunft den Artikel 23 der UN-Menschenrechtsresolution wider.

Info:

Die Skulptur ist ab sofort zu den üblichen Öffnungszeiten bis kurz vor Weihnachten im Heimatmuseum zu sehen. Am Nikolausmarkt und am darauf folgenden 6. Dezember bietet der Heimatverein wegen der Sonderausstellung „Handwerk im Museum – vom Bader bis zum Wagner“ wieder verlängerte Öffnungszeiten an: Samstag und Sonntag 14 – 16 Uhr und zusätzlich am Sonntag 10 – 12 Uhr.

 

 

 

Der aus Vilsbiburg stammende Künstler Richard Hillinger überreicht bei einer früheren Aktion seinem Kollegen Ai Weiwei die Friedenstaube.

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