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08/02/15

Das Arbeits-Gefangenenlager Kollmannsberg bei Trauterfing/Vilsbiburg

: Die Wachmannschaft bestand aus Landsturmmännern.

Zur Entwässerung des Vilstales von Babing, nahe der Vilsbiburger Bezirksamtsgrenze bei Velden bis unterhalb der Vilsbiburger Markbrücke bei der Derndlmühle, wurde in den Kriegsjahren 1915 bis 1919 vom „Niederbayerischen Landrat“ ein auf fünf Jahre verteilter Gesamtzuschusses von 73.150 Mark genehmigt.

Für die Entwässerungsarbeiten des Vils-Abschnittes Bachmühle/Wolferding bis Vilsbiburg, wurde dazu bei Kollmannsberg „sechs Kilometer oberhalb von Vilsbiburg“, im Frühjahr 1915 ein Arbeits-Gefangenenlager für 200 französische Gefangene mit ihrer Wachmannschaft errichtet. Am Donnerstag den 22. Juli 1915 kommen 180 Franzosen mit ihrer Wachmannschaft aus dem Gefangenlager in Landshut mit dem Zug nach Vilsbiburg und marschieren von dort über Herrnfelden in das neu errichtete Arbeitslager Kollmannsberg. Der Vilsbiburger Anzeiger schreibt: „Der Transport hatte viele Neugierige auf die Beine gebracht, die die bunte Gesellschaft betrachteten – auch ein Schwarzer war dabei“.

Vor dem Wintereinbruch Ende November 1915, wird berichtet: Mit den Arbeiten im Vilstal ist bei der mittleren Abteilung zwischen Bachmühle und Wolferding mit Hilfe von 200 Kriegsgefangenen schon im Sommer 1915 begonnen worden, da hier die sofortige Inangriffnahme mit Kriegsgefangenen besondere Vorteile versprach und alle beteiligten Grundbesitzer zugestimmt hatten.

Von Juli 1915 bis Januar 1918 war das Lager mit französischen Kriegsgefangenen belegt, dann wurden die Baracken mit der Einrichtung versteigert, - die gefangenen Franzosen kamen in das Lager nach Landshut.

Peter Käser

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