Heimatmuseum Vilsbiburg   ∙   Kröninger Hafnermuseum

11/16/14

”Ehrenamt bringt für Aktive Vorteile”

Heimatverein treibt Personalwechsel voran

"Die Pluspunkte für ein bürgerschaftliches Engagement sind unübersehbar”, schildert der Vorsitzende des Heimatvereins den Nutzen, den alle ehrenamtlich Tätigen ganz persönlich ziehen würden. Man traut sich diese Beurteilung zu, sind doch die meisten Aktiven bereits 40 Jahre und länger in Heimatverein und Museum tätig. Der ehrenamtlich Tätige kann dazu beitragen, eine interessante Sache, die ihm wichtig ist, voranzubringen und nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, so Peter Barteit weiter. Man kann viel über dieses Themenfeld lernen und praktische Erfahrungen sammeln und man erschließt sich ein neues soziales Umfeld, wo nicht nur mit Zeugen der Vergangenheit gearbeitet, sondern zuweilen auch in guter Atmosphäre gefeiert wird.

Nach einer langen Zeit der Kontinuität sehen sich Museum und Verein jetzt vor die Aufgabe gestellt, den Generationswechsel intensiv zu planen, ergänzt Museumsleiter Lambert Grasmann. Es ist ein Glücksfall für die Vilsbiburger Stadtgeschichte gewesen, dass sich um das Jahr 1970 eine Gruppe befreundeter junger Leute für die Arbeit in dem damals brachliegenden Heimatmuseum interessiert haben. Sie sind zwar alle in Beruf und Familie gefordert gewesen, haben aber doch den Neustart geschafft, um das im Jahr 1910 von Bürgermeister Michael Winkler und einigen Vilsbiburger Honoratioren begonnene Werk erfolgreich weiter zu führen. Das Ortsmuseum ist seinerzeit ausdrücklich mit der Absicht gegründet worden, ”die in fast vollständiges Dunkel gehüllte Geschichte des Ortes und des Bezirkes Vilsbiburg allmählich aufzuhellen” wie es der Magistrat wörtlich formuliert hat. Diese Aufgabe hat man angenommen und über weite Strecken erfolgreich erfüllt. Wenngleich man nicht verschweigen darf, dass noch viele Fakten erforscht, noch viele Erkenntnisse niedergeschrieben und noch viele Sonderausstellungen im Heimatmuseum präsentiert werden müssen. Keine Gesellschaft und auch keine Kommune wie Vilsbiburg kann ohne genaue Kenntnis ihrer Geschichte eine gute Zukunft gestalten.

Neue Ideen gesucht

Die historische Forschungsarbeit im Heimatverein braucht einen Schub neuer Ideen, wie sie die junge Mannschaft in der Zeit um 1970 eingebracht hätten, sagt Peter Barteit. Das Museum in Bürgerhand bringt für alle Beteiligten große Vorteile und soll auch nach dem Jahr 2018 so fortgeführt werden. Allerdings müssen sich die Aktiven für einen längeren Zeitraum und regelmäßige Einsätze bereit finden. Anders sei die Arbeit mit festen Veranstaltungs- und Ausstellungsterminen, mit langfristig bekannt gegebenen Öffnungszeiten und einer großen Zahl von Sonderführungen nicht zu bewältigen. Allerdings lässt sich der Aufwand bei einem vielköpfigen Museumsteam auf viele Schultern verteilen und belastet den Einzelnen nicht über Gebühr. Man hat sich vorgenommen, die nächsten drei Jahre konzentriert zu nutzen, um die Nachwuchskräfte möglichst umfassend einzuarbeiten. Dies soll zweckmäßigerweise in kleinen Arbeitsgruppen erfolgen.


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