Heimatmuseum Vilsbiburg   ∙   Kröninger Hafnermuseum

Fachleute von den Ausstellungen angetan



Die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern zu Besuch

                       

Vilsbiburg. Die Institution mit dem etwas sperrigen Namen, von Museumsleuten daher in Kurzform nur als „Landesstelle“ bezeichnet, ist dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege angegliedert. Sie versteht sich als Service-Einrichtung des Freistaats für die mehr als 1.200 Museen in Bayern, die nicht unmittelbar in staatlicher Hand sind. Das Team der Landesstelle besteht aus Kunst- und Kulturwissenschaftlern, Innenarchitekten und Restauratoren und berät die zum Teil ehrenamtlich geführten Ausstellungen in allen Bereichen der Museumsarbeit. Schwerpunkte sind die Inventarisation, der Ausbau und die Pflege der Sammlungen, die Erarbeitung von Museums- und Ausstellungskonzepten sowie die finanzielle Förderung von Neueinrichtungen. Über diese Schiene bekam auch das Vilsbiburger Heimatmuseum nach der Generalsanierung um das Jahr 2000 für zahlreiche Schautafeln, Großfotos und Objektbeschriftungen einen ansehnlichen Zuschuss.

 

Natürlich gehören auch die Öffentlichkeitsarbeit und die Organisation von Fortbildungsveranstaltungen zu den Aufgaben der Landesstelle. In diesem Zusammenhang wird derzeit ein Museumstag vorbereitet, bei dem Lambert Grasmann einen Vortrag über das Kröninger Hafnerhandwerk halten und den Teilnehmern im Rahmen einer Exkursion die umfangreiche Abteilung im Vilsbiburger Heimatmuseum zeigen wird. Im Rahmen der Vorbereitung waren Christine Schmid-Egger und Dr. Wolfgang Stäbler von der Landesstelle vor Ort, um zu erkunden was die Besucher erwartet. Die Fachleute aus München waren erkennbar beeindruckt, ein ehrenamtlich geführtes Museum mit rund 1.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und einer Vielzahl interessanter volkskundlicher Sammlungen vorzufinden. Besonderer Schwerpunkt war natürlich aus aktuellem Anlass die Erzeugnisse der Hafner aus dem Kröning und von der Bina, die Lambert Grasmann bereits in seinem Standardwerk ausführlich beschrieben hat. „Als wir das Museum um 1970 übernommen haben, waren etwas mehr als 100 Produkte aus dem Kröning vorhanden. Jetzt haben wir allein in der Dauerausstellung rund 900 Stücke und die Depots sind reich gefüllt“, beschrieb Grasmann die Ergebnisse der Sammlungs- und Forschungstätigkeit von vier Jahrzehnten.

 

Die Gäste aus München zeigten sich überzeugt, dass der geplante Museumstag bezüglich des Kröninger Programmteils ein voller Erfolg zu werden verspricht. Man müsse weit gehen, um in einem Mittelzentrum wie Vilsbiburg derartig reichhaltige und informativ präsentierte Ausstellung zu sehen, sagte Dr. Stäbler zum Abschied.

 



 

 




Suchen

© Heimatverein Vilsbiburg e.V.  | Kontakt  | AGB  | Impressum