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Japanischer Töpfer zu Besuch im Kröninger Hafnermuseum

Der japanische Töpfer Masakazu Kusakabe stattete am 2. August 2012 dem Vilsbiburger Heimatmuseum – Kröninger  Hafnermuseum mit befreundeten Keramikern einen Besuch ab. Er entwickelte und baute erstmals in Burnaby, Britisch Kolumbien (Kanada) besondere Typen Holzbrandöfen, den rauchlosen "Sasukenei", was soviel bedeutet wie „kein Problem“, „keine Sorge alles im Griff“. Bei diesem mit einem höheren Kamin versehenen Ofen brennt die Flamme von oben nach unten. Der sich von der Kröninger Keramik begeistert gezeigte Kusakabe interessierte sich vor allem für die traditionell in der Region hergestellten Keramik, angefangen von den in der Spitalkirche gezeigten irdenen Tonkopf-Votiven aus Geisenhausen und Binabiburg Sankt Salvator bis zu den schwarzen und bunt glasierten Gebrauchskeramiken vom 13. bis zum 20. Jahrhundert. Der japanische Töpfer stammt aus der vom Erdbeben und Tsunami im März 2011 arg getroffenen Region Fukushima. In der Landshuter Keramischen Fachschule und in der Sommerakademie der Volkshochschule Landshut veranstaltete er Workshops, bei dem Teeschalen produziert wurden. Zudem assistierte er bei dem Keramiker Rupert Grottenthaler in Nandlstadt beim Brand eines Holzbrandofens, den dieser mit Felix Pauli nach den Vorgaben Kusakabes im Laufe des Jahres 2008 errichtet hatte. Die darin gebrannten Stücke sind von sehr hoher Qualität. Grottenthaler war übrigens erst kürzlich in der Sendung des Bayerischen Fernsehens „La Vita“ in seinem Töpfereibetrieb zu sehen.

Von links Museumsleiter Lambert Grasmann mit den Keramikern Masakazu Kusakabe, Rupert und Rotraud Grottenthaler, Felix Pauli aus Kammer

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